„Neukölln braucht die Mädchen* und die Mädchen* brauchen uns!“ - Mädchentreffs besser finanzieren!

"Es leben ca. 57.000 Mädchen* und junge Frauen* im Bezirk Neukölln. Ein großer Teil der Mädchen* und junge Frauen* wird noch immer von Diskriminierungs- und Benachteiligungsmechanismen in der Schule, der Familie und im öffentlichen Raum betroffen.

Eine zentrale Aufgabe unserer Arbeit ist es Mädchen* und junge Frauen* zu unterstützen, gemeinsam diesen Benachteiligungsmechanismen entgegenzuwirken und für Chancengleichheit zu kämpfen.

In Zeiten der Covid19-Pandemie haben sich Benachteiligungsmechanismen verstärkt und Errungenschaften der Mädchen*arbeit einen großen Rückschlag erfahren. Aufgrund der hohen Fallzahlen bei häuslicher Gewalt braucht es erneut und sogar verstärkt diese Angebote zur Förderung der Selbstwirksamkeit, des Selbstbewusstseins sowie der adoleszenten Identitätsbildung und der individuellen Persönlichkeitsentfaltung. 

Unserem Anspruch, den sozialpolitischen Aufgaben und den Bedürfnissen der Mädchen* gegenüber steht die Situation der Einrichtungen selbst, die nur knappe Personalbudgets, befristete Finanzierungszusagen und geringe Raumkapazitäten haben. In Nord- und Südneukölln gibt es bisher nur sechs reine Mädchen*einrichtungen, teils nicht regelfinanziert, mit insgesamt nicht mal 11 vollen Stellen. Drohende Kürzungen treffen die offene Kinder- und Jugendarbeit, hier besonders hart die Mädchen*arbeit.

Aus diesen Gründen fordert der Arbeitskreis Mädchen*arbeit in Neukölln: 

  •  Aufbau von mind. 2 weiteren Mädchen*einrichtungen 
  • Schaffung von 9 vollen Stellen, sodass jede Mädchen*einrichtung (auch die neuen) auf 3 Vollzeitstellen kommen 
  •  Qualitätssicherung und finanzielle Planungssicherheit durch ein festes Budget für die Offene Kinder-und Jugendarbeit in den Haushaltsplanungen 
  •  50% dieser Mittel fest für die geschlechterreflektierte Mädchen*arbeit 
  •  Regelfinanzierung Schilleria Zwei 
  •  Regelfinanzierung des queeren Jugendzentrums als weiterer Schutzraum für Mädchen* 
  •  Weiterfinanzierung der Koordination des Netzwerks Mädchen*arbeit Gropiusstadt 
  •  Ausbau der Angebote für Mädchen* und junge Frauen* 
  •  Öffentliche Räume mädchen*freundlich gestalten, z.B. Mädchen*spielzeiten auf Bolzplätzen
  •  Attraktivität von Sozialarbeiter*innenstellen steigern "

Die ganze Stellungnahme kannst du hier downloaden!